Grenzgängerkrankenversicherung

Grundlage für (deutsche) CH-Grenzgänger

Mit dem Inkrafttreten der „Bilateralen Verträge“ am 1. Juni 2002 zwischen der Schweiz und den EU-Anrainerstaaten wurde auch die Krankenversicherung für CH-Grenzgänger neu geregelt. Bezogen auf deutsche Grenzgänger bedeutet das: Dieser Personenkreis mit Wohnsitz in Deutschland und einem Arbeitsplatz in der Schweiz ist dem Grunde nach in der Schweiz krankenversicherungspflichtig. Von dieser Versicherungspflicht kann sich der Neu-Grenzgänger innerhalb von drei Monaten ab Arbeitsaufnahme bei der zuständigen Behörde des Arbeitskantons befreien lassen. Bis auf wenige Ausnahmen gilt diese Befreiung irreversibel für die Gültigkeitsdauer der G-Bewilligung.

 

Gibt es Alternativen?

Ja, aber nur bedingt. Wer sich dazu entschlossen hat, sich von der Krankenversicherungspflicht in der Schweiz befreien zu lassen, kann als freiwillig versichertes Mitglied in der deutschen gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) verbleiben, sofern unmittelbar vor Beginn der Grenzgängertätigkeit eine GKV-Mitgliedschaft bestanden hat. Das macht aus Kostengründen aber in den seltensten Fällen Sinn. Wer vorher schon privat krankenversichert war, kann seinen Status fortführen. Ein Krankentagegeld wird in den meisten Fällen nicht mehr benötigt. Der Einzelfallprüfung unterliegt auch die Alternative, sich bei einem deutschen Anbieter privat zu versichern. Leistungsstarke Tarife sind selbst für ein junges Eintrittsalter nicht mehr preiswert. Hinzu kommt, dass sich zunehmend mehr Krankenversicherer einer gezielten stationären Heilbehandlung in der Schweiz aufgrund der hohen Kosten verschließen.

 

Nicht erwerbstätige Familienangehörige

Einen Sonderstatus haben nicht erwerbstätige Familienangehörige des Grenzgängers. Hier muss grundsätzlich die familiäre Situation geprüft werden um feststellen zu können, wer in welchem Land krankenversichert sein muss.

 

Schweizerische Krankenversicherung

Der Klassiker ist das „Grenzgänger-Modell“ – in der Schweiz versichert sein und über das Aushilfsabkommen Leistungen über die Versichertenkarte einer deutschen GKV, die als Trägerkasse fungiert, in Anspruch nehmen. Gut ein Viertel der Schweizer Krankenkassen bieten Tarife für Grenzgänger an. Dabei besteht die generelle Möglichkeit, sowohl schweizerische als auch deutsche Zusatztarife zwecks Leistungsverbesserung mit zu versichern, um so bestehende Leistungslücken zu schließen und / oder Komfort-Leistungen „zu buchen“. Das ermöglicht einen Versicherungsschutz, der einer deutschen privaten Krankenversicherung mit gehobenen Leistungen ebenbürtig, mitunter sogar überlegen ist.

 

Die Besonderheit bei diesem „Grenzgänger-Modell“ ist, dass sich die Versicherten wahlweise in Deutschland oder der Schweiz behandeln lassen können. Dabei gelten die landestypischen Leistungskataloge sowie die in der Schweiz übliche Franchise (Selbstbehalt pro Jahr) und die in Deutschland von der GKV angewendeten Zuzahlungen in bestimmten Bereichen.

Kontakt

Rapp Versicherungsmakler GmbH
Schönbergerweg 1
79713 Bad Säckingen

Tel.: 07761-9385050
Fax: 07761-9385051

E-Mail: info@rapp-versmakler.de

WhatsApp  Facebook  Instagram  LinkedIn  YouTube

Neuigkeiten